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Motivationsschreiben


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Wie es der Name schon sagt, geht es bei einem Motivationsschreiben darum, dass sich darin Ihre Motivation widerspiegelt. Ein Bewerbungsbrief muss allerdings nicht handschriftlich verfasst sein wie in diesem Stimmungsbild. Ein computerbasiertes Motivationsschreiben reicht in unseren Tagen vollends aus. Zumal graphologische Gutachten sowieso etwas aus der Mode gekommen zu sein scheinen. Der Inhalt gliedert sich wie folgt:

  • Individueller Einstieg

  • Motivation / Passion

  • Kernkompetenz / Erfahrung

  • Mehrwert / Nutzen für die Firma

  • Abschluss


Individueller Einstieg

Wählen Sie einen Türöffner, der plausibel aber dennoch spannend genug ist, um den Adressaten zum Weiterlesen zu animieren. Was ist der Beweggrund für Ihre Bewerbung? Was hat Sie angesprochen als Sie von der Vakanz erfuhren? Was ist Ihnen ins Auge gesprungen als Sie von der Annonce Notiz genommen haben? Schaffen Sie Bezug und versuchen Sie eine Brücke zu schlagen. Bezüge können übrigens mannigfaltig sein. Untermauern Sie Ihre Bezugnahme jedoch stets so, dass es verständlich ist und der Leser darauf anspringt. Idealerweise sollte er eine möglichst konkrete Vorstellung darüber bekommen, weshalb er diesen Brief in den Händen hält. Die Zeilen sollen ihn "catchen" Ihr Bewerbungsdossier genauer unter die Lupe zu nehmen.


Betreffend der Satzlänge gilt es zu sagen, dass sich kurze Sätze, aufgrund der Lesbarkeit, meist besser eignen, als irgendwelche "Bandwurmsätze", wie dieser einer ist. Der Mensch ist bequem. Das gilt auch für Personalchefs und Recruiter. Bieten Sie ein Leseerlebnis, dass so simpel wie möglich ist und trotzdem Freude am Schreibstil bereitet. Verzichten Sie zudem auf überdrüssige Floskeln wie "Hiermit bewerbe ich mich auf..." Jemand vom Personalwesen weiss das und hat diesen Satz schon gefühlte 1 Million Mal gelesen.


Motivation / Passion

Hier geht es darum Ihrer Motivation auf den Grund zu gehen. Worauf basiert der Reiz an dieser Vakanz? Warum bewerben Sie sich genau bei diesem Unternehmen auf explizit diese Stelle? Weswegen möchten Sie einen Stellenwechsel lancieren? Was fasziniert Sie am potenziellen Arbeitgeber? Welche Gemeinsamkeiten haben Sie? Warum ist diese Stelle für Sie eine kompetitive Herausforderung oder andersrum, wieso ist sie ein Heimspiel? Erarbeiten Sie im Kontext die Affinität zum Unternehmen bzw. der Branche heraus. Der Personaler muss Ihren "Drive" wortwörtlich fühlen. Inspirationsquellen dazu sind: Stellenausschreibung, Firmenwebsite, Werbeslogan, Firmenleitbild, Produktepalette, Jahresbericht, Presseartikel, sonstige Publikationen, Social Media Channels der Firma etc.


Kernkompetenz / Erfahrung

In diesen Abschnitt gehört Ihr beruflicher Background mit all Ihren Qualifikationen und Erfahrungen hinein. Folgende Fragen gehören dabei beantwortet: Was haben Sie zu bieten? Was befähigt Sie für die offene Stelle? Was ist Ihr Steckenpferd? Wo liegt Ihre Domäne? Welches ist Ihr Metier? Skizzieren Sie Ihre Benefits und umreissen Sie Ihre Kernkompetenz. Erwähnen Sie relevante Berufsstationen und zeigen Sie Berührungspunkte auf. Machen Sie einen demonstrativen Abgleich worin sich Ihr Know-How mit dem Anforderungsprofil deckt. Arbeiten Sie diesbezüglich die Muss-, Soll- und Kann-Kriterien sukzessive ab.


Für den Fall, dass Sie ein einzelnes Killerkriterium nicht erfüllen können und sich trotzdem bewerben möchten, ist es ratsam eine valide Lösung zu präsentieren, wie Sie dieses Manko auszugleichen gedenken.


Mehrwert / Nutzen für die Firma

An dieser Stelle werden die Dinge, welche Sie einzigartig machen und auszeichnen zur Sprache gebracht. Machen Sie sich greifbar, nützlich und wertvoll für das Unternehmen indem Sie Fragen beantworten wie: Was sind Ihre Stärken? Welche Ambitionen hegen Sie? Wohin möchten Sie sich entwickeln? Wo liegen Ihre Präferenzen? Wofür brennen Sie? In welchem Gebiet fühlen Sie sich zuhause? Vielleicht verfügen Sie sogar über ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem Sie Ihre Mitbewerber ausstechen können. Bsp. eine Ausbildung die es in der Schweiz in dieser Form nicht gibt oder waren mal Selbständig in dieser Branche. Was auch immer Ihr USP (Unique Selling Proposition) sein mag, zaubern Sie ihn hier aus dem Ärmel! Zeigen Sie unmissverständlichen den Nutzen für das Unternehmen auf und legen Sie dar in welcher Form Sie mit dem Unternehmen mitwachsen möchten.


Abschluss

Geben Sie sich zum Schluss optimistisch und positiv. Enden Sie mit Vorfreude auf das (hoffentlich bald anstehende) Vorstellungsgespräch. Wichtig: "Über die Möglichkeit eines Vorstellungsgespräches würde ich mich freuen" im Konjunktiv klingt zu defensiv. Genauso wie "Sehe mit Interesse Ihrer Antwort entgegen" zu verhalten ist. Schreiben Sie viel mehr etwas wie "Ich freue mich auf ein gemeinsames Kennenlernen". Das kommt äusserst zuversichtlich daher.


Von wegen Autogramm gilt es zu unterscheiden zwischen der Printversion und der digitalen Ausgabe einer Bewerbung. Beim gedruckten Motivationsschreiben unterzeichnen Sie selbsterklärend direkt auf dem Dokument. Bei PDF’s wiederum fügen Sie ein eingescanntes Autogramm ein. Nichts wirkt verstörender als gähnende Leere bei der Passage der Unterschrift.

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