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Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen (GER)


Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen GER Sprachniveau Lebenslauf Schweiz CV gemeinsamer europäsischer Referenzrahmen für Sprachen GER Sprachfertigkeiten A1 Grundkenntnisse B1 Konversation B2 Motivationsschreiben Curriculum Vitae C1 Muttersprachliche Kenntnisse C2 Sprachfluss Konversation Schreiben Sprachverständnis Einstufungstest Hard Skills Europa Soft Skills Recruiting Sprachdiplom Stellenausschreibung Anforderungsprofil Nice-To-Have Muss-Soll-Kann-Kriterien Kompetenzprofil Textverständnis

Wenn ein Bewerber den Leuten vom Personalwesen das Leben erleichtern will, kann er im Lebenslauf seine Sprachfertigkeiten in Kenntnisstufen unterteilen. Gerade für ausländische Recruiter kann dies enorm hilfreich sein, weil es das Sprachniveau international vergleichbar macht. Am einfachsten werden die Skills anhand von Zertifikaten und Diplomen anerkannter Institute belegt. Die Alternative dazu ist ein Einstufungstest. Die Gliederung für das Bewerbungsdossier ist wie folgt:

A1 = Grundkenntnisse

A2 = Mittlere Kenntnisse


B1 = Gute Kenntnisse

B2 = Sehr gute Kenntnisse


C1 = Ausgezeichnete Kenntnisse

C2 = Muttersprachliche Kenntnisse


Niveau A1

Hören:

Vertraute Worte und simple Sätze, welche sich auf Sie selbst, Ihre Familie oder Ihr Umfeld beziehen, bereiten Ihnen in der Regel keine Mühe. Die Bedingung dafür ist, dass langsam und deutlich gesprochen wird.

Lesen:

Sie können häufig vorkommende Wörter, Sätze und Namen richtig deuten. Bsp. Verpackungen, Wegweisern, Werbeplakate

Konversationen:

Sie sind im Stande sich auf beschränkte Art und Weise zu verständigen, wenn das Gegenüber bereit ist, gemässigter als üblich zu sprechen, für Sie unverständliche Dinge in anderen Worten zu wiederholen und Sie nötigenfalls beim Formulieren zu unterstützen. Die Themen beschränken sich auf den Alltag und unmittelbare Notwendigkeiten.

Sprachfluss:

Sie sind fähig einfache Redewendungen und Satzbildungen zu gebrauchen, um Leute welche Sie kennen zu charakterisieren und beschreiben wo Sie wohnen.

Schreiben:

Das Schreiben von anspruchslosen Postkarte mit Feriengruss oder das Ausfüllen von Standardformularen in Hotels mit Namen, Adressen, Nationalität usw. sollte möglich sein.


Niveau A2

Hören:

Sie haben es drauf die gebräuchlichsten Worte und Sätze zu entziffern, wenn es sich um essenzielle Angelegenheiten handelt. Bsp. Basisinformation zu Ihrer Person, zu Ihrer Familie oder zur näheren Umgebung. Sie verstehen das Wesentliche von kurzen und profanen Meldungen.

Lesen:

Sie vermögen wortkarge und prägnante Texte zu lesen. Es fällt Ihnen leicht bsp. in funktionalen, wiederkehrenden Alltagstexten wie Speisekarten oder Fahrplänen konkrete, vorhersehbare Informationen herausfiltern und schlichte, einfältige Briefe korrekt auszulegen.

Konversationen:

Sie meistern den direkten Informationsaustausch bei dem es um herkömmliche Themen und Tätigkeiten geht. Sie können kurze und teils abstrakte Konversationen führen, bekommen aber für gewöhnlich nicht genug mit, um ein Gespräch über längere Zeit aufrecht zu erhalten.

Sprachfluss:

Eingespielten Sätzen erlauben es Ihnen mit oberflächlichen Gesprächen fertig zu werden. Bsp. Familie, andere Leute, Wohnsituation, Ausbildung, Arbeit

Schreiben:

Sie schaffen es triviale Notizen zu verbalisieren und bescheidene persönliche Briefe zu schreiben, um sich bsp. für etwas zu bedanken.


Niveau B1

Hören:

Vorausgesetzt, dass Standardsprache verwendet wird und es sich um landläufige Dinge wie Schule, Arbeit oder Freizeit handelt, können Sie die inhaltlichen Schwerpunkte richtig einordnen. Wenn gemächlich und unmissverständlich gesprochen wird, kriegen Sie es auf die Reihe die Fakten aus Radio- und Fernsehsendungen über Tagesaktualitäten vergleichsweise gut aufzunehmen.

Lesen:

Mit Inhalte in denen gängige Umgangssprache verwendet wird kommen Sie zurecht. Bsp. persönliche Zeilen in denen von Gefühlen, Wünschen und Vorkommnissen berichtet wird

Konversationen:

Standardsituationen denen man im Sprachgebiet regelmässig begegnet “handeln“ Sie routiniert. Sie sind fit genug sich unvorbereitet in Gespräche zu involvieren die sich um normalen Themen wie Hobbies, Arbeit, Familie, Freizeit, Reisen oder Neuigkeiten drehen.

Sprachfluss:

Sie sind geübt darin alltägliche Sätze zusammenhängend auszusprechen, um über Erfahrungen, Träume, Hoffnungen und Ziele zu berichten. Sie können Ihre Pläne und Meinungen in einfacher Manier ausführen und begründen. Sie bringen es fertig eine Geschichte bzw. die Szene eines Filmes wiederzugeben und Ihre Reaktion darauf kundzutun.

Schreiben:

Es stellt für Sie keine grössere Hürde dar über Themen die Ihnen geläufig sind oder in Ihrem angestammten Interessensgebiet liegen, banale, fortlaufende Texte zu schreiben. Genauso wie das Berichten von persönlichen Botschaften, Erkenntnissen und Eindrücken.


Niveau B2

Hören:

Unter der Prämisse, dass Ihnen das Thema einigermassen bekannt ist, reichen Ihre Kenntnisse soweit, dass Sie längeren Ausführungen in Reden und Vorträgen folgen und vielschichtige Argumentationen überblicken können. Bei News im Fernsehen und Radio sowie Reportagen kommen Sie in der überwiegenden Zahl der Fälle dem Gesprochenen hinterher. Sofern Standardsprache gesprochen wird können sie sogar die meisten Spielfilme verstehen.

Lesen:

Sie sind in der Lage Artikel über das aktuelle Zeitgeschehen, in denen der Autor einen bestimmten Standpunkt vertritt, fehlerfrei zu verstehen und einzuordnen. Sie begreifen zeitgenössische literarische Werke in Ihrem Genre.

Konversationen:

Sie bewältigen ungeplante Gespräche aus dem Stegreif und können sich auf moderatem Niveau mit einem Muttersprachler austauschen. Sie haben es drauf sich in althergebrachten Konstellationen aktiv an einer Diskussion zu beteiligen. Dazu gehört auch Ihre Sichtweise zu begründen und Ihren Standpunkt zu verteidigen.

Sprachfluss:

Sie tun sich leicht zu Themen Ihrer Domäne eine plausible und detaillierte Darstellung abzugeben. Sie sind dazu befähigt Ihren Blickwinkel zu einer Fragestellung zu erläutern sowie die Vor- und Nachteile verschiedener Alternativen zu nennen.

Schreiben:

Sie fühlen sich sicher darin über Themen, die in Ihrem Interessensgebiet liegen, ausführliche Texte zu schreiben. Dasselbe gilt für einem Aufsatz/Bericht wo Orientierung geboten wird, indem Informationen geschildert oder Pro- und Kontra-Argumente dargelegt werden. Darüber hinaus können Sie Briefe schreiben und darin die Tragweite von Ereignissen sowie persönliche Erfahrungen erörtern.


Niveau C1

Hören:

Sie können längeren Redebeiträgen und Stellungsnahmen problemlos folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und kein roter Faden erkennbar ist. Spielfilme und Fernsehsendungen werden mehrheitlich auf Anhieb verstanden.

Lesen:

Sie durchblicken ineinandergreifende Sachtexte und haben einen geschärften Sinn für die verschiedenen Stilrichtungen des sprachlichen Ausdrucks. Fachartikel und technische Instruktionen raffen Sie, selbst wenn es nicht Ihrer Neigung entspricht.

Konversationen:

Sie sind im Stande sich spontan und einwandfrei auszudrücken. Das "nach Begrifflichkeiten ringende Suchen" ist eher die Ausnahme. Sie haben die Zielsprache soweit im Griff, dass Sie sie im Beruf und auf dem Gesellschaftsparkett gekonnt und flexibel einsetzen können. Das präzise Artikulieren von Gedanken und Überzeugungen sitzt.

Sprachfluss:

Sie vermögen multidimensionale Gegebenheiten ausführlich darzulegen und Themen geschickt miteinander zu kombinieren. Es gelingt Ihnen bestimmte Aspekte besonders zu beleuchten und Ihren Beitrag gebührend abzuschliessen.

Schreiben:

Sie können sich stringent und gut gegliedert mitteilen. Ihre Meinung bringen Sie minutiös aufs Blatt. Sie sind bewandert genug um in Aufsätzen, Briefen und Berichten über verflochtene Sachverhalte zu schreiben sowie die für Sie wesentlichen Elemente hervorzuheben. Sie kennen sich mit Stilistik aus und können die Ausdrucksweise schriftlicher Spracherzeugnisse bewusst variieren und dem Zielpublikum anpassen.


Niveau C2

Hören:

Sie haben, unabhängig vom Sprechtempo, keinerlei Schwierigkeiten die Zielsprache zu verstehen - egal ob "live" oder “medial“. Sie benötigen womöglich lediglich etwas Angewöhnungszeit an einen lokalen Akzent.

Lesen:

Sie können beinahe jede Art von geschriebenem Text spielend leicht lesen, auch wenn sie inhaltlich und sprachlich komplex sind. Bsp. literarische Werke, Handbücher und Fachmedien

Konversationen:

Sie beherrschen es sich an allerhand Dialogen zu beteiligen. Selbst spezifische Redewendungen und Slangs sind Ihnen wohlbekannt. Sie sind sattelfest in den feinen sprachlichen Nuancen. Bei Sprechblockaden können Sie nahtlos anknüpfen und den Satz umformulieren, dass es Beteiligten kaum auffällt.

Sprachfluss:

Sie reden flüssig und können Sachverhalte fest umreissen. Die Klaviatur geht soweit, dass Sie sich stilistisch der jeweiligen Situation verhältnismässig anpassen können. Sie besitzen die Fähigkeit Ihre Abhandlung logisch zu strukturieren, sodass den Gesprächspartnern keine wichtigen Infos entgehen.

Schreiben:

Sie haben es auf dem Kasten gehaltvolle und grammatikalisch tadellose Briefe zu schreiben. Selbst knifflige Berichte oder Artikel verfassen Sie frei von der Hand. Dabei werden die Sachverhalte durchdacht abgehandelt, sodass es dem Leser möglich ist elementare Punkte sofort zu erkennen. Sie haben das Zeug dazu Fachpublikationen und literarische Werke schriftlich zusammenzufassen und darüber zu resümieren.

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